Mit Lockerheit zu Rhythmus

Ein besserer Rhythmus hilft Ihnen, den Ball konstanter zu treffen und somit bessere Resultate zu erzielen

Physische Anspannung, welche zu den häufigsten Schwierigkeiten auf dem Platz gehört, hat auch mit mentalem Golf zu tun. Wenn Sie nämlich emotional aufgeregt sind, werden Sie völlig unbewusst Ihren Körper anspannen. Dieser Artikel erklärt Ihnen die verheerenden Konsequenzen und was Sie dagegen tun können.

Mentale Stärke heisst nicht, dass Sie niemals einen schlechten Schlag ausführen. Wichtig ist, dass Sie sich nach unerwünschter Leistung oder Pech schnell wieder erholen können. Sie lassen die negativen Emotionen los und konzentrieren sich auf Ihren nächsten Schwung. Somit werden Sie nie in ein so genanntes mentales ‘Loch’ fallen.

Der Teufelskreis der Anspannung

Wenn Sie mit dem Resultat Ihres letzten Schlags unzufrieden sind, werden Sie Spannung im Körper produzieren und an Rhythmus verlieren. Dabei führen Sie keinen natürlichen Schwung mehr aus, sondern eher einen Schlag. Meistens geht das unbemerkt. Der Kontakt zum Ball leidet darunter und die Flugbahn wird kürzer als gewöhnlich. Ihre automatische Reaktion: Sie schlagen den nächsten Ball mit mehr Kraft. Somit stimmt das Timing (Rhythmus) noch weniger und Sie gelangen in einen fürchterlichen Teufelskreis. Wenn Sie nicht aufpassen, werden Sie weitere Löcher schlecht spielen, bis Sie alle Hoffnungen auf ein gutes Resultat aufgeben. Nun werden Sie vielleicht plötzlich wieder lockerer und besser spielen, aber trotzdem nur ein durchschnittliches Resultat erzielen, weil Sie bereits zu viele Schläge vergeben haben.

Die Lösung

Aus diesem Dilemma befreien Sie sich, wenn Sie lernen, körperlich locker zu bleiben, egal, was auf dem Golfplatz passiert. Wenn Sie es schaffen, in schwierigen Situationen entspannt zu sein, werden Sie auch mit den damit verbundenen Emotionen besser umgehen können. Hier eine Übung, welche Ihnen auf der Driving Range oder auf dem Platz helfen wird, die optimale Spannung für Ihren Schwung zu finden.

Anspannen, entspannen
Kurz bevor Sie einen Schwung ausführen, spannen Sie alle Muskeln in Ihrem Körper fest an. Lassen Sie dann los und schwingen Sie unmittelbar danach. Diese Technik hilft Ihnen, locker und entspannt zu spielen. Auf dem Platz ist diese Technik sehr wirkungsvoll und ohne grosse Anstrengung durchführbar, indem Sie nur Ihren Bauch und die Hände anspannen und dann entspannen.

Weitere klassische Möglichkeiten

  • Machen Sie ein paar tiefe Atemzüge
  • Kreisen Sie mit den Armen ein paar Mal nach vorne und nach hinten
  • Ziehen Sie die Schultern hoch und lassen Sie diese wieder fallen

Aus den zahlreichen Kursen, die ich in den letzten fünfzehn Jahren durchgeführt habe, lernte ich noch nie einen Mann kennen, der zu locker schwang, während es bei Frauen ab und zu vorkam. Manchmal lasse ich die Teilnehmenden ihre Schlägerkopfgeschwindigkeit messen. Die meisten Amateure sind völlig erstaunt, denn die Schwünge, welche Sie mit viel Kraft ausführen, sind generell langsamer als die lockeren, runden und rhythmischen. Bei den Top-Amateuren und Profis ist dies weniger der Fall, da sie eine sehr gute Technik beherrschen. Allerdings vertreten die meisten die Meinung, dass es sich nicht lohne, zu viel Kraft einzusetzen, da die Treffsicherheit und Präzision massiv darunter leiden.

Fazit

Finden Sie eine Möglichkeit, wie Sie sich vor der Runde mental und emotional beruhigen und körperlich entspannen können. Während der Runde ist es wichtig, dass Sie bei jedem Schwung emotional und mental frei sind und dass Sie körperlich locker bleiben. Integrieren Sie doch Ihre Lieblingstechnik für mehr Lockerheit direkt in Ihre Pre-Shot Routine. Viel Spass und lockerer Erfolg bei der Umsetzung!